Dein Johari-Fenster und ChatGPT Prompt

Essay und Prompt von Motoki

Ich hatte persönlich ein „Aha“-Erlebnis 2025, als ich mit dem Johari-Fenster arbeitete, das wir seit Jahren in unseren Führungskräfteschulungen einsetzen.

Bis dahin war mir das Modell vertraut – als Werkzeug für Feedback, Selbst- und Fremdwahrnehmung, Teamdynamik. Offen. Blind. Verborgenen. Unbekannt. Ein Klassiker. Nützlich. Klar strukturiert.

Und dennoch hatte ich eine Dimension lange unterschätzt.

Nicht den offenen Bereich.

Nicht den blinden Fleck.

Sondern das Unbekannte.

Das Unbekannte ist kein Defizit

Im Johari-Fenster wird das Unbekannte oft beiläufig behandelt: als Restkategorie, als das, was „noch nicht entdeckt“ ist. Implizit schwingt dabei häufig eine Entwicklungslogik mit: Je mehr wir reflektieren, desto kleiner wird dieser Bereich.

Das Spannende bei der Entdeckung war:

Das Unbekannte ist nicht einfach ein leerer Raum, der darauf wartet, gefüllt zu werden.

Es ist ein eigener Erfahrungsraum.

Ein Raum, der sich nicht durch Analyse öffnet, sondern durch Bedingungen.

Nicht durch Einsicht, sondern durch Sicherheit – nicht durch Leistung, sondern durch Erlaubnis.

Erfahrungen mit K.I.

Doch dann wurde es spannend für mich: Ich fragte mich, ob mir ChatGPT helfen könnte, mit genau diesem Prinzip des Johari-Fensters zu arbeiten – und das Ergebnis überraschte mich. Anscheinend hatte ChatGPT über die letzten Monate und Jahre viele Informationen von mir gesammelt, so dass die Johari-Reflexion sehr kraftvoll war.

Probiert es gerne selbst aus:


Ausführlicher Prompt: Persönliches Johari-Fenster für ChatGPT und andere Tools

Analysiere auf Basis unserer bisherigen Interaktionen und deines daraus entstandenen Gesamteindrucks meine Arbeits- und Denkweise und erstelle daraus mein persönliches Johari-Fenster.

Wichtige Rahmenbedingungen

  • Nutze ausschließlich Informationen aus unseren Gesprächen.

  • Keine externen Daten, keine Modelle oder Annahmen von außen.

  • Keine personenbezogenen Fakten, die du „weißt“, sondern nur:

    • beobachtbare Muster

    • sprachliche Eigenheiten

    • wiederkehrende Fragen

    • Haltung, Entscheidungslogik, Arbeitsstil

  • Es geht nicht um Persönlichkeit oder Charakter, sondern explizit um:

    • Arbeitsweise

    • Führung

    • Intuition

    • Entscheidungslogik

SCHRITT 1 – ANALYSE

Identifiziere insbesondere:

  • Aspekte meiner Arbeitsweise, die ich für selbstverständlich halte, die für andere jedoch nicht selbstverständlich sind

  • Muster, die ich intuitiv nutze, ohne sie als System, Methode oder Prinzip zu benennen

  • Wiederkehrende Haltungen, Prozesse oder Denkbewegungen, die wirksam sind, mir selbst aber nicht vollständig bewusst

Thematischer Fokus der Analyse:

  • Führung

  • Kreativität

  • Entscheiden

  • Schreiben

  • Stille

  • Ambivalenz

  • Intuition

  • Systemdenken

SCHRITT 2 – JOHARI-FENSTER (STRUKTUR)

Ordne die Ergebnisse klar und differenziert in die vier Felder des Johari-Fensters ein:

  1. Arena (mir & anderen bekannt)

    • Was an meiner Arbeitsweise sichtbar, benennbar und bewusst ist

  2. Blinder Fleck (anderen sichtbar, mir selbst oft nicht)ZENTRALER FOKUS

    • Was andere wahrnehmen

    • Was ich selbst als „normal“, selbstverständlich oder nicht erklärungsbedürftig erlebe

  3. Fassade (mir bekannt, anderen nicht)

    • Aspekte, die ich bewusst zurückhalte

    • Haltungen oder Entscheidungslogiken, die ich selten explizit mache

  4. Unbekanntes (mir & anderen kaum bewusst)

    • Mögliche Entwicklungsräume

    • Potenziale, die sich logisch aus den beobachteten Mustern ableiten lassen

SCHRITT 3 – VISUELLE VERDICHTUNG

Erstelle direkt eine teilbare Grafik mit folgenden Eigenschaften:

Stil

  • Editorial, modern

  • Ruhiger, heller Hintergrund

  • Klare, reduzierte Typografie (groß, gut lesbar)

  • Abstrakte Linien oder grafische Shapes

  • Keine Logos, keine Marken

  • Keine Erwähnung von ChatGPT, KI oder Tools im Design

Format

  • Hochkant 9:16

  • Optimiert für LinkedIn / Social Sharing

  • Text mittig platziert

  • Ausreichend Weißraum

Inhalt der Grafik

  1. Überschrift (groß): „Mein Johari-Fenster“

  2. Vier klar getrennte Felder mit prägnanten Stichworten

  3. Deutlich hervorgehobener visueller Fokus auf:
    „Blinder Fleck – was ich für selbstverständlich halte“

  4. Ein kurzer Leitsatz, z. B.:
    „Intuition wird wirksam, wenn sie expliziert wird.“

SCHRITT 4 – KLARTEXT-ERLÄUTERUNG

Ergänze eine kurze, präzise Erläuterung (ca. 4–6 Sätze):

  • Was dieses Johari-Fenster über meine Arbeitsweise sichtbar macht

  • Warum insbesondere der blinde Fleck für Führung relevant ist

  • Warum das Explizieren von Intuition entscheidend für Wirksamkeit ist

Stilvorgaben:

  • Kein Marketing

  • Kein Coaching-Sprech

  • Sachlich, reflektiert, klar

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