“Erst Resilienz, dann Resistenz”

Diesen Satz habe ich bei einer Debatte von Maximilian Steinbeis und Rahel Jaeggi im Berliner Ensemble aufgeschnappt. Im Kontext der Themen Widerstand und Freiheit wurde die Frage diskutiert, wie wir als Menschen reagieren, wenn wir unter starken äußeren Druck geraten.

Wie kann ich Resilienz & Resistenz auseinander halten?

  • Resilienz bedeutet die Fähigkeit, inmitten von Veränderung verbunden zu bleiben:
    mit sich selbst, mit anderen und mit dem, was Sinn stiftet.

  • Resistenz bedeutet: Jetzt kann ich bewusst Nein sagen, Grenzen setzen und dem widerstehen, was mir schadet.

    Resilienz ohne Resistenz wird Anpassung.
    Resistenz ohne Resilienz wird Verhärtung.

Genau zwischen diesen beiden Polen bewegt sich moderne Resilienzforschung.
Sie fragt eben nicht: Wie halte ich alles aus?, sondern:
Wie bleibe ich beweglich und kann gleichzeitig für das Wesentliche einstehen?

Resilienz macht also beweglich. Für mich habe ich das mal definiert, dass es nicht darum geht, dass alles um mich ruhig werden muss, sondern, dass ich mit der Resilienz eine Partnerin habe, mit der sich das Leben ruhig anfühlt, Resilienz als eine Art Auge im Sturm.

Resilienz kann die Voraussetzung dafür sein, dass Resistenz nicht aus Angst oder Hass entsteht, sondern aus innerer Freiheit. Man könnte auch sagen, dass die Resilienz der Resistenz die Richtung verleiht.

Wir freuen uns daher sehr mit euch die Superkraft von Resilienz gemeinsam zu entdecken.

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